people-stories

Es war noch nie so wichtig, gemeinsam alleine zu arbeiten

von  Felipe Moroder-Bendyk
23.03.2020

Zuhause ist es immer noch am schönsten, Home is where your Heart is, und Trautes Heim, Glück allein. Dies hier sind nicht etwa unsere gesammelten Wandtattoo-Vorschläge, sondern erste Assoziationen, die beim deutschen “Schreckensgespenst” Home-Office in den Sinn kommen.

Wir bei REWE digital gehören zu den Unternehmen, die glücklicherweise ihre Arbeit an nahezu jedem Ort der Welt machen können. Dieses Komforts sind wir uns bewusst. 

Klar, wir kämpfen teilweise mit für die Lebensmittelversorgung in Deutschland, leben aber vor allem hinter den Kulissen gesellschaftliche und unternehmerische Verantwortung. Damit helfen wir allen systemkritischen Berufsgruppen und Menschen; Satiriker in diesem Fall ausgenommen. 

Lasst uns digital ein Stück enger zusammenrücken, voneinander lernen und einfach kurz den Kopf frei bekommen. So machen und nehmen wir das Beste aus der Situation mit. Aber, wie passt dieses “Home” und “Office” jetzt eigentlich zusammen?

 

You’ll never work alone

Arbeiten von zuhause aus ist, sind wir ganz ehrlich, in Deutschland nicht unbedingt weit verbreitet. Hier arbeitet nur etwa jede zehnte Person – wo überhaupt möglich – im Home-Office. Bei uns sind es übrigens aktuell über 97 % … 

Back to topic: Für ein funktionierendes Heimbüro im 21. Jahrhundert benötigt ihr eigentlich nur einen Computer, eine Internetverbindung und eine Telefonleitung. Eigentlich. Die Realität sieht – zum Glück – anders aus. 

 

Kleider machen Leute

Ein alter, weißer Mann sagte damals “Wer Jogginghosen trägt, der arbeitet mit nahezu 99%-iger Wahrscheinlichkeit im Home-Office.” Ganz so falsch lag dieser Albert Einstein mit seiner Aussage nicht, aber der Dresscode spielt bei der Work from Home tatsächlich eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Man liest häufig, dass man sich im Home-Office genauso kleiden sollte, wie im Büro. Hieran scheiden sich selbst unverheiratete Geister. Aber sind wir ganz ehrlich: Es ist nicht so wichtig, was ihr tragt. Hauptsache ihr fühlt euch in eurer Kleidung wohl. Das gilt im Büro genauso wie im stillen Kämmerlein. Achtet bitte nur bei Videokonferenzen auf ausreichend Bekleidung, ansonsten wird es für alle Beteiligten schnell unangenehm. 

Und eine banale Sache wirkt wirklich Wunder: Behaltet eure Routine bei. Aufstehen, anziehen und sich bewusst an den eigenen Arbeitsplatz setzen, verschafft euch einen psychologischen Vorteil. Gegenüber euch selbst. Merkt euch also: Orientalische Hosen mit kleinen Elefanten sind okay, sollten im Hangout aber nicht zu prominent zur Schau getragen werden.    

 

Das stille Örtchen

Ihr steht frisch geduscht im feinen Zwirn in der Küche und wisst nicht, wie ihr euch jetzt verhalten sollt? So hilflos fühlen wir uns eigentlich nur, wenn Happy Birthday für einen ertönt, aber auch hierfür haben wir eine Lösung: Arbeitet dort, wo ihr euch am wohlsten fühlt. Und wo es ruhig ist.

Schreib-, Küchen- oder Wohnzimmertisch erfüllen alle ihren Zweck. Der beste Freund des Menschen im Home-Office bleibt also der Vierbeiner mit einer Höhe zwischen 66 und 75 Zentimetern.

Mit einer Ausnahme: Vom Arbeiten im Bett oder am Couchtisch raten wir hingegen ab. Außer ihr seid professionelle Matratzentester, aber das bezweifeln wir. Andernfalls werden euer Nacken, Rücken sowie eure Sehnenscheiden und Schleimbeutel die brennenden Mistgabeln erheben. Und das wollt ihr nun wirklich nicht. 

 

Mit Vollausstattung

Habt ihr in eurem Pinterest-Eigenheim nun eine halbwegs ebene Fläche mittels Wasserwaage und Zollstock (nicht der Kölner Stadtteil) ermitteln können, dann folgt jetzt die Kür: 

  • Eure vier wohlgeformten Buchstaben fühlen sich auf einem ergonomischen Bürostuhl am wohlsten. Ergonomie ist hierbei übrigens keine Versicherung für Gnome. 

  • Euer fancy (Arbeits-*) MacBook mag zwar hip und cool sein, aber ein zweiter oder dritter Monitor hilft ungemein. Zur Not tut's auch ein Fernseher.
    Du arbeitest bei REWE digital und willst dein Setup mitnehmen? Vermerke es einfach hier und wende dich für zusätzliche Ausstattung bitte an die Office IT.
    *WICHTIG: Nie mit dem privaten Rechner ins Firmennetz! Das ist so wie mit Coronaverdacht die Großeltern zu besuchen.

  • Wenn ihr nicht wollt, dass eure Ohren von den vielen “Hähs”, “Wies?” und “Was?” der Videokonferenzen glühen, dann nutzt Active Noise Cancelling Kopfhörer mit eingebautem Mikrofon. Hiermit schlagt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe: Störende Umgebungsgeräusche bleiben draußen und eure Sprachqualität ist um Welten besser.

  • Du arbeitest bei uns und hast dir noch keine Kopfhörer bestellt? Melde dich bitte mit etwas Geduld bei Antje.
    MERKE: Schalte dich immer stumm (STRG+D), wenn du gerade keinen weltbewegenden Beitrag leistest. 

Und einen echten REWE digital Pro-Tipp haben wir noch für euch: Bei uns im Carlswerk könnt ihr auf Wände schreiben. Macht Zuhause besser nicht den gleichen Fehler wie eure Kinder …

 

Und täglich grüßt das Murmeltier

Es wird Zeit. Ihr seid bereit für das Abenteuer Home-Office und legt voller Elan los. Die Zeilen Code oder Worte strömen nur so aus euch heraus. Störungen wehrt ihr gekonnt durch geschlossene Türen ab oder bekommt diese aufgrund eurer ACN-Kopfhörer gar nicht erst mit. Einfach genial.

Aber irgendwas ist anders. Bei all den technischen und organisatorischen Voraussetzungen sollten wir nicht vergessen, dass wir Menschen sind. Zumindest die, die keine Reptiloiden sind.

Kurz gesagt: Wer von zu Hause arbeitet, der muss unter ganz anderen Umständen die gleiche Konzentration und Motivation an den Tag legen wie im Büro. Hier lauern viele Gefahren. Veränderte Kommunikation und Struktur sind das eine. Ablenkung und Vereinsamung das andere.

 

Selbst ist der Home-Offizielle

Teilt euch eure Arbeitszeit ein und setzt euch ein Maximum. Klar, flexibel hier und da mehrere Stunden im Block zu arbeiten ist verlockend, aber auch nicht immer zielführend. Setzt euch euer eigenes persönliches Maß, kommuniziert dieses transparent im Team und seid auf diese Weise so produktiv wie möglich.

Ihr kennt euren Workload am besten. Hilfreich ist für viele daher, sich am Montag einen Arbeitsplan zu erstellen. Nehmt Aufgaben auf, die ihr nach Dringlichkeit realistisch in eurer Arbeitszeit schaffen könnt. Falls ihr am Donnerstag merkt, dass ihr für Freitag noch Kapazitäten habt, dann nutzt diese. Schiebt aber genauso Aufgaben auf die nächste Woche, um euch selbst nicht zu sehr zu strapazieren. Transparenz ist hier also – im Gegensatz zur Kleidung – gern gesehen.

 

Mach doch mal ‘ne Pause

Pausen gehören immer dazu und helfen wunderbar gegen soziale Isolation. Schon mal eine digitale Mittagspause gemacht? Klingt im ersten Moment komisch, lässt Teams und Menschen aber auch im Home-Office sozial näher zusammenrücken.

Blickt über den (digitalen) Tellerrand hinaus und zelebriert euren Happy Lunch als “Meok Bang”. Das ist kein neuer Filmklassiker aus dem Ruhrpott, sondern das koreanische Kunstwort für “Senden” und “Essen”. Versucht es also mit dem “Stay at home, but not alone” – Digitalisierung sei Dank.

Unsere Health Angels nutzen ihre Pausen übrigens für Fitnessübungen von zum Beispiel Les Mills on Demand und Seven. Freie Gedanken gibt’s mit Down Dog oder Headspace – viele sind aktuell auch kostenlos verfügbar. Sorgt also mit (gedanklichen) Ortswechseln, Bewegung, Musik und frischer Luft für die nötige Abwechslung.

 

Fireevening

Nach einer Mischung aus Produktivität, unzähligen Push-Notifications, aktiven Pausen und keinerlei technischen Problemen ist dann irgendwann Feierabend. Man soll den Tag bekanntlich zum Abend loben. So oder so ähnlich lautet ja ein altbekanntes Sprichwort. Klar, eure Arbeit ist eure unangefochtene Leidenschaft und ihr würdet am liebsten ununterbrochen weitermachen, aber irgendwann ist auch gut.

Zelebriert euren wohlverdienten Feierabend. Fahrt alle eure Betriebssysteme runter, zieht – falls noch nicht getan – eure Jogginghose an und verlasst bewusst euren Arbeitsplatz. Oder wie es unser geschätzter Peter Lustig mit seiner sanften Stimme zu sagen pflegte: “Abschalten”. So bleibt ihr REWE-like frisch in der Birne. 

 

It ain’t over until the fat lady sings

Machen wir uns nichts vor: Aktuell sind wir alle in guter Gesellschaft, wenn wir alleine sind, auch wenn die Situation noch etwas surreal erscheint. Lasst uns vielleicht auch gerade deshalb solidarische und verantwortungsvolle digitale Pioniere, Eltern, Söhne und Töchter sein. Denn wie sagt man hier in Kölle so schön: Et kütt wie et kütt und et hätt noch emmer joot jejange. In diesem Sinne: Passt auf euch auf und bleibt gesund!

 


 

Wer den Beitrag bis hier gelesen hat, bekommt jetzt noch eine hand.. äh ellenbogenvoll nützlicher Tipps, die ich nach und nach in Confluence (REWE digital only, sorry) ergänze. Ich habe das Ding des Jahres (schöne Grüße auf diesem Wege an Herrn Moog) vergessen? Schreibt mir einfach direkt.

Und wer jetzt immer noch nicht genug hat, der findet hier eine riesige Auswahl an Gratisangeboten und hier noch 50 weitere Tipps fürs Home-Office. Auf Wiederlesen! 

Nächste Story von  Felipe Moroder-Bendyk

Wie klingt eigentlich REWE digital?

Felipe Moroder-Bendyk
Nächste Story in : people-stories

Der Content Tribe bei REWE digital

Jutta Budde

Suche hier nach Stories, Jobs und Themen…

question mark
Hoppla!
Leider konnten wir unter dem von Dir gewünschten Suchbegriff keine Ergebnisse finden.